Visafreiheit für Türkei ist ein Schlag ins Gesicht Russlands

Heute wird die EU-Kommission laut mehrerer Medienberichte Visaerleichterungen für die Türkei empfehlen. Damit sollen Türken bereits ab Ende Juni die Möglichkeit zur visafreien Einreise in die EU erhalten.

Dazu erklärt der europapolitische Sprecher der AfD-Fraktion, André Barth:

„Die Entscheidung der EU-Kommission ist ein weiterer außenpolitischer Schlag ins Gesicht Russlands. Man mag von Putin halten, was man will. Es ist aber ein von Doppelmoral geprägter Schritt, einem Despoten wie Erdogan, alle Türen in die westliche Welt sperrangelweit zu öffnen. Also einem Land, in dem kurdische Minderheiten politisch verfolgt und gedemütigt werden. Einem Land, das nach wie vor den Massenmord an Armeniern leugnet und diejenigen juristisch verfolgt – auch außerhalb der Türkei – die dies wissenschaftlich belegen - und einem Land, dass sich auf dem Weg zurück zum islamistischen Staat bewegt, in dem säkulare Medienvertreter schikaniert und sanktioniert werden, Frauenrechte immer weniger zählen. Diese Entscheidung der EU beweist, dass es der Zentrale in Brüssel nicht um Menschenrechte und Menschenwürde, sondern allein um außenpolitische Interessen geht. Nun sollte zwingend darüber nachgedacht werden, visafreies Reisen auch mit Russland zu verhandeln. Es gibt keinerlei moralische Gründe mehr, dies nicht zu tun.“

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