Im Landkreis Bautzen gab es 2025 insgesamt 53 Insolvenzen. 460 Mitarbeiter waren davon direkt betroffen.
Zum Vergleich: 2021 wurden lediglich 23 Insolvenzverfahren eröffnet. In diesen Unternehmen arbeiteten 50 Beschäftigte. Im Jahr 2023 waren 740 Arbeitnehmer in insolventen Betrieben beschäftigt.
Die Daten erfragte der AfD-Abgeordnete Timo Schreyer (Drs. 8/6594). Er erklärt dazu:
„Der überstürzte Kohleausstieg ist eine große und unnötige Belastung für die Lausitz. Die Versprechungen von CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer, mit den zehn Milliarden Euro für den Strukturwandel werde die Wirtschaft angekurbelt, haben sich inzwischen auch als eine fehlerhafte Einschätzung erwiesen.
Bisher konnten mit den Kohlemilliarden nur 29 wertschöpfende Arbeitsplätze geschaffen werden (Drs. 8/4997), während immer mehr Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Das zeigt: Die Wirtschaftspolitik der Regierung ist miserabel.
Die AfD fordert eine Neuausrichtung des Strukturwandels. Statt Milliarden an Steuergeld in Klimaprojekten, neuen Campingplätzen und Kreativwerkstätten zu versenken, muss es einen klaren Fokus auf den Erhalt bestehender Arbeitsplätze und die Unterstützung neuer wertschöpfender Unternehmen in Industrie und Handwerk geben.
Zudem muss die Infrastruktur der Region dringend ausgebaut werden. Das betrifft vor allem die Autobahn A4 von Görlitz bis Dresden. Zur Erinnerung: Polen beginnt mit dem Autobahnausbau von Görlitz bis Breslau schon im nächsten Jahr. Deutschland hinkt einmal mehr hinterher.“

