Anhörung zum Wolf: Interessen der Landwirte auch berücksichtigen!

Im Sächsischen Landtag gab es heute eine öffentliche Anhörung mit Sachkundigen zur Wolfsproblematik. Dazu erklärt René Hein, Sprecher der AfD-Fraktion für Jagd, Wald und Forst:

„Ich bin den Sachkundigen sehr dankbar für ihre offenen Worte und ihre zum Teil sehr deutliche Kritik an der Staatsregierung. Die bisherige Wolfspolitik im Freistaat Sachsen ist gescheitert, wie einer der Experten treffend unterstrich.

Statt eine unkontrollierte Ausbreitung des Wolfes zuzulassen, brauchen wir vielmehr eine vernünftige Bestandsregulierung. Der Wolf lässt sich eben nicht zu einem Vegetarier umerziehen, sondern stellt eine enorme Bedrohung für andere Tiere wie Schafe, Ziegen, Pferde und Rinder dar.

Um diese Gefahr einzudämmen, haben unsere Landwirte bereits sehr viel Geld in den Herdenschutz investiert. Herdenschutz ist allerdings immer nur begrenzt möglich. Er funktioniert nur in Kombination mit der geordneten Bejagung des Wolfes.

Eine solche Bejagung schadet dem Wolf in keiner Weise, betonte heute der Biologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel. Der Wolf wird auch dann auf jeden Fall weiter in Sachsen leben können. Dennoch sollten die Interessen der Landwirte ebenso Berücksichtigung finden. Nach aktuellem Stand müssen sie jährliche Schäden in Höhe von rund zwei Millionen Euro hinnehmen. Das ist keine tragfähige Lösung. Deshalb wollen wir ein zielführendes Wildtiermanagement für den Wolf einführen.“