Ausbauprojekte Bahn: Ostsachsen erneut auf dem Abstellgleis

Die Deutsche Bahn plant große Investitionen in Sachsen. 40 Bahnhöfe und Haltepunkte sollen modernisiert werden. Weiterhin werden mehrere Strecken ausgebaut und das Personal in Sachsen wird aufgestockt.

 

Dazu erklärt der AfD-Abgeordnete Timo Schreyer, Mitglied des Wirtschaftauschusses:

„Die Bahn nimmt hierfür sehr viel Geld in die Hand, jedoch ist der Ausbau bzw. die Elektrifizierung der Strecke Görlitz – Dresden wieder unter den Tisch gefallen. Aus unserer Sicht muss dieses Projekt mit an erster Stelle stehen, zumal der Ausbau der A 4 noch sehr lange dauern wird. Nun wird es weiterhin Stau zwischen Dresden und Görlitz geben.

 

Ebenso ist die angebliche Verbesserung der lange geforderten Chemnitzer Berlin-Anbindung nur als Stückwerk zu betrachten. Zwei tägliche Direktverbindungen sind für eine Stadt wie Chemnitz zu wenig und nicht angemessen. Im Ergebnis handelt es sich um längst überfällige Investitionen zum Erhalt der Bahninfrastruktur. Eine Investition in den Bahnausbau ist es jedoch nicht.“

Zudem findet die Reaktivierung stillgelegter Strecken wie beispielsweise Königsbrück-Straßgräbchen keine Berücksichtigung. Die Wiederaufnahme dieser Strecke würde die kürzeste Direktverbindung zwischen Dresden und dem Lausitzer Seenland abbilden und einen realen Wirtschaftsfaktor in dieser Region generieren. Das würde einerseits den Tourismus in der Lausitz stärken, aber auch den wirtschaftlich wichtigen Speckgürtel von Dresden erweitern.“