📬 Post aus Sachsen! Die Sonntagskolumne von Jörg Urban 📬
Liebe Freunde, liebe Leser,
nach der Zerstörung des World Trade Center am 11. September 2001 begannen die USA mit Deutschland im Schlepptau den Versuch eines gewaltsamen „Demokratie-Exports“, der inzwischen als gescheitert gelten muss.
Weder mit Luftangriffen noch mit Bodentruppen konnte die NATO die Afghanen vom Mehrwert der Demokratie überzeugen. Inzwischen haben die islamistischen Taliban wieder die Macht in Afghanistan übernommen. Der Westen hat den Einsatz inzwischen beendet, aber leider nichts aus dem Desaster gelernt.
Ebenso wie bei der wissenschaftliche Corona-Bilanz, so müssen wir auch im Hinblick auf die Bewertung der deutschen Außenpolitik auf die unstrittigen Fakten schauen:
60 deutsche Soldaten haben in Afghanistan ihr Leben verloren. 17 Milliarden Euro hat der Krieg den deutschen Steuerzahler gekostet.
Über 400.000 Afghanen sind seither nach Deutschland eingereist und nicht wieder gegangen. Auch 2026 stellen sie noch die größte Gruppe unter den neu ankommenden Asylbewerbern. Im ersten Halbjahr 2026 beantragten rund 20.000 Afghanen Asyl in Deutschland.
Lediglich 137.600 Afghanen – also ein Drittel – sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Sieben Prozent der afghanischen Migranten sind Akademiker. Zwölf Prozent haben einen Berufsabschluss. 36 Prozent befinden sich in einer Ausbildung und 44 Prozent (!!!) haben keinen Abschluss.
In Afghanistan selbst – so berichten einheimische Menschenrechtsorganisationen – gebe es derzeit die „weltweit schlimmste Krise im Bereich der Frauenrechte“.
Wer hat also von diesem Krieg profitiert? Richtig! Einzig und allein die Rüstungsindustrie! Die fünf größten Auftragnehmer des US-Verteidigungsministeriums erzielten an der Börse während des Afghanistan-Kriegs eine Gesamtrendite von 873 Prozent. Auch Vermögensverwalter wie BlackRock haben ihren Einsatz bei Rüstungswerten also fast verneunfacht.
Es gibt Finanzeliten, die ein reales Profitinteresse an Kriegen haben. Und es gibt Politiker wie CDU-Kanzler Friedrich Merz, die keinerlei Distanz zu diesen Finanzeliten haben.
Friedrich Merz soll während seiner BlackRock-Zeit mindestens 150.000 Euro pro Jahr für seine Tätigkeit erhalten haben. Unabhängigkeit sieht anders aus!
Wer ein ehrliches Afghanistan-Fazit zieht, der erkennt deshalb, dass die Einmischung in fremde Konflikte nur noch größere Probleme sowohl für uns selbst als auch für die Menschen in diesen Ländern hervorbringt, während einige, wenige finanzstarke Investoren daran verdienen.
Das ist leider ein Muster, das bis in die Gegenwart hineinreicht. Die deutsche Unterstützung der Ukraine mit Waffenlieferungen verlängert das Sterben, statt es auf diplomatischem Wege zu beenden.
Und in Sachsen stellt sich dann die CDU-SPD-Minderheitsregierung auch noch hin und erzählt den Menschen sinngemäß: „Seid doch froh, dass durch die Fortsetzung des Krieges neue Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie entstehen.“
Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ich bin darüber nicht froh. Die Kriegswirtschaft anzuheizen, während die zivile Wirtschaft langsam stirbt, ist eine kranke Form von Wirtschaftspolitik, die schlussendlich in den Ruin führt.
Die Kriegswirtschaft ist ein Paradebeispiel für eine Umverteilung von unten nach oben: Die Bürger bezahlen Steuern. Diese Einnahmen, ergänzt um Schulden in Milliardenhöhe, nimmt dann der Staat, um massiv aufzurüsten. Am Ende landet somit das Geld der Steuerzahler – und das ihrer noch nicht geborenen Enkel – bei Rüstungsunternehmen. Deren Hauptziel ist maximaler Profit und gerade nicht eine angemessene Landesverteidigung und die langfristige Absicherung des Friedens.
Auch der Iran-Krieg muss unter diesen Gesichtspunkten als ein riesiger Fehlschlag der USA eingeordnet werden. Unterm Strich hat dieser Krieg das Leiden der Menschen im Iran verschlimmert und eine weltweite Explosion der Energiepreise ausgelöst.
Die deutsche Regierung hätte den Kostenanstieg an der Tankstelle für Bürger und Unternehmen durch die Senkung von Steuern und Abgaben deutlich eindämmen können. CDU-Kanzler Friedrich Merz und seine Regierung freuen sich jedoch über die zusätzlichen Einnahmen. Sie wollen über hohe Steuern und über die CO2-Abgabe auch an diesem Krieg kräftig mitverdienen.
Das ist unmoralisch und ökonomisch kurzsichtig. Deutschland kann sich nicht dauerhaft über hohe Steuern finanzieren. Deutschland braucht eine starke und wachsende Wirtschaft. Dafür braucht es günstige Energie und freien Handel in alle Himmelsrichtungen. Und das geht am besten in friedlichen Zeiten!
„Frieden statt Kriegstreiberei“ ist deshalb die große politische Leitlinie der AfD!
Bis nächsten Sonntag,
Ihr Jörg Urban

