Die Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig soll auch in Zukunft nicht durchgängig zweigleisig werden. 20 Kilometer bleiben eingleisig. Das verkündete nun Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU).
Dazu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion, Tobias Keller:
„Die Industrieregion Südwestsachsen ist verkehrstechnisch komplett abgehängt. Dass Regina Kraushaar noch nicht einmal den komplett zweigleisigen Ausbau der total überlasteten Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig durchsetzen konnte, ist eine Bankrotterklärung der gesamten Regierung Kretschmer. Zudem fragen wir uns, wann denn nun genau der Ausbau in den 2030er-Jahren fertig wird.
Chemnitz hatte einst den größten Kopfbahnhof Europas. Von Chemnitz aus konnte man früher 70 Ziele ohne Umstieg erreichen und es gab 14 Fernbahnlinien. Davon ist abgesehen von einer mittelmäßigen Anbindung an Dresden nichts mehr übriggeblieben.
Das Scheitern des zweigleisigen Ausbaus nach Leipzig zeigt zugleich, dass der von der Regierung ausgerufene Masterplan Südwestsachsen wieder nur dazu da ist, den Bürgern Tatendrang vorzutäuschen. Die tatsächlichen Ergebnisse dieser Regierung sind hingegen erschreckend.“

