Pflegeprämie: CDU-Regierung reagiert erst nach öffentlichem Druck

In der Corona-Krise wurde den Pflegekräften eine Prämie von insgesamt 1.500 Euro versprochen. Nach langem Zaudern und öffentlichem Druck steuert nun auch Sachsen 500 Euro Landesgeld hinzu.

Jörg Urban, AfD-Fraktionsvorsitzender, erklärt:

„Erst nachdem die AfD-Fraktion einen Antrag gestellt hat (7/2465), ist die CDU-geführte Staatsregierung bereit, die versprochene Prämie vollständig auszuzahlen. Die Pflegekräfte derart lange zappeln zu lassen, ist unwürdig. Andere Bundesländer haben deutlich schneller reagiert.

Die sächsischen Altenpfleger brauchen aber nicht nur eine Einmalzahlung, sie brauchen generell eine bessere Entlohnung. Mit gerade einmal 2.376 Euro monatlichem Bruttolohn verdienen sie deutschlandweit am zweitschlechtesten. In Bayern erhält jeder Altenpfleger im Schnitt 3.097 Euro, entsprechend hoch ist die Abwanderung. Die CDU muss sich endlich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass auch in Sachsen die Pflegekräfte ein angemessenes Gehalt bekommen.

Zudem muss die angespannte Personalsituation in der sächsischen Altenpflege in den Blick genommen werden. Deshalb hat die AfD-Fraktion ein Landespflegegeld beantragt (6/14750), zur finanziellen Unterstützung der Pflege durch Angehörige. So kann den sächsischen Senioren ein würdiges Altern im Kreise ihrer Familie gesichert und der Pflegenotstand behoben werden.“