In Sachsen hat es in den letzten Jahren einen steilen Anstieg der Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegeben. Von 2023 zu 2024 betrug der Anstieg zum Beispiel knapp 18 Prozent.
Trotzdem kommt es weiterhin vor, dass verurteilte Sexualstraftäter ihre Sozialstunden ausgerechnet in einem Kindergarten ableisten sollen. Ebenso kommt es immer wieder vor, dass sich diese Täter in Sportvereinen Kindern nähern können.
Die sächsische AfD-Fraktion fordert deshalb mit einem neuen Antrag (Drs. 8/7380) ein lebenslanges Tätigkeitsverbot für pädophile Sexualstraftäter in kindernahen Berufen. Dieses Verbot muss auch für ehrenamtliche Vereinstätigkeiten gelten.
Vom Landessportbund Sachsen gibt es bisher nur eine unverbindliche Empfehlung, von allen hauptamtlichen Übungsleitern und Betreuern ein erweitertes Führungszeugnis einzufordern. Warum wird das nicht zur generellen Pflicht für alle Übungsleiter – ohne jede Ausnahme? Ein erweitertes Führungszeugnis listet unabhängig von der Strafhöhe alle Verurteilungen wegen Sexualstraftaten auf.

