AfD-Anfrage: Gefährdete Kinder müssen monatelang auf Behandlung warten

Suizidversuche von Kindern sind innerhalb des Lockdowns im letzten Winter bundesweit um 400 Prozent gestiegen. Das ergab eine aktuelle Studie der Uniklinik Essen.

Kinder und Jugendliche in Sachsen mit psychischen Problemen müssen dabei lange Wartezeiten für eine Behandlung hinnehmen. Laut AfD-Anfrage (7/8327) hat sich z.B. in der Uniklinik Dresden die Wartezeit für einen ambulanten Termin von fünf auf 16 Wochen erhöht. Eine stationäre Aufnahme kann erst nach sechs bis neun Monaten erfolgen.

André Wendt, AfD-Landtagsabgeordneter und Anfragesteller, erklärt:

„Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen kann man nicht vier Monate mit ihren seelischen Konflikten allein lassen. Die Gefahr einer Selbstschädigung ist viel zu groß! Hier muss die Staatsregierung sofort eingreifen und mehr Behandlungen ermöglichen.

So rechtfertigt die Regierung etwa das Herunterfahren von Behandlungskapazitäten mit der Einhaltung pandemiebedingter Hygienestandards. Dabei werden aber völlig falsche Prioritäten gesetzt. Die Regierung kann doch nicht gefährdete Kinder sich selbst überlassen, nur um einige wenige Neuinfektionen zu verhindern!

Zudem muss die Landesregierung die Einführung einer Impfpflicht für medizinisches Personal verhindern. Sonst werden viele Fachkräfte gezwungen, ihren langjährigen Beruf zu verlassen. Die seelische Not von gefährdeten Kindern müsste dann noch länger auf Behandlung warten.

Zusätzlich wird bei diesen Zahlen erneut klar, dass Kinder und Jugendliche durch Lockdowns und Schulschließungen besonders stark gefährdet sind. Deshalb fordere ich von CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer, nie wieder Schulen zu schließen. Zumal längst belegt ist, dass Kinder durch das Virus so gut wie nicht gefährdet sind.“

http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=8327&dok_art=Drs&leg_per=7&pos_dok=1&dok_id=undefined