Drittes Geschlecht: Politik für 0,001 % Minderheit

Acht Intersexuelle haben in Sachsen ihre Geschlechtsangabe in „divers“ geändert. Das ergab die AfD-Anfrage (7/9588) zum dritten Geschlecht für den Zeitraum des letzten Jahres. Seit Einführung des neuen Gesetzes vor dreieinhalb Jahren haben im Freistaat insgesamt 29 Intersexuelle diese Möglichkeit genutzt. Zusätzlich wurden insgesamt 19 Neugeborene von ihren Eltern als divers eingetragen.

Martina Jost, gesellschaftspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Minderheiten haben Respekt verdient. Ich halte es allerdings für überstürzt, wegen einer 0,001-Prozent-Minderheit das binäre Geschlechtssystem aufzuweichen. Aufgrund dieser sehr kleinen Minderheit müssen nun z.B. alle Arbeitgeber aufwendige Änderungen für ihre Angestellten vornehmen.

Es ist außerdem gefährlich, dass viele linke Aktivisten die biologischen Geschlechter von Mann und Frau generell in Frage stellen. Gerade für junge Menschen in der Pubertät ist eine Orientierung sehr wichtig. Wenn Geschlecht zum sozialen Konstrukt erklärt wird und Teenager jeden Morgen vor dem Spiegel neu entscheiden dürfen, ob sie heute Junge oder Mädchen sein wollen, dann kann das sehr schädliche Auswirkungen für die ganze Gesellschaft haben.

Zudem besteht die Gefahr, dass eine vorschnelle operative Geschlechtsumwandlung später bitter bereut wird. Untersuchungen sprechen in diesem Zusammenhang von großen psychischen Problemen und einem signifikant erhöhtem Selbstmordrisiko.“