Der internationale AMG-Konzern kauft das Bergbauunternehmen Zinnwald Lithium vollständig auf. Damit gibt die sächsische Staatsregierung einen wichtigen Rohstoff aus der Hand.
Frank Peschel, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
„Das Erzgebirge hat Sachsen reich gemacht, nun bauen ausländische Unternehmen unsere Rohstoffe ab. Lithium ist ein strategischer Rohstoff für die Industrie, Energieversorgung und Batterietechnik. Deshalb muss die Staatsregierung erklären, warum sich kein deutsches Unternehmen für das Projekt gefunden hat und weshalb eine Beteiligung des Freistaates nicht ernsthaft geprüft wurde. Denkbar wären eine sächsische Minderheitsbeteiligung, eine gemeinsame Gesellschaft mit deutschen Unternehmen oder eine landeseigene Rohstoffgesellschaft gewesen. Auf der tschechischen Seite zeigt der mehrheitlich staatliche Energiekonzern ÈEZ, dass staatlicher Einfluss bei strategischen Rohstoffen möglich ist. Wir dürfen unsere Rohstoffe nicht aus der Hand geben!“
Timo Schreyer, AfD-Abgeordneter im Sächsischen Landtag, hatte bereits im März 2026 die Kleine Anfrage „Ausverkauf sächsischer Rohstoffe“ (Drs.: 8/6041) gestellt und sagt dazu:
„Damit unsere Industrie auch in Krisenzeiten und bei Handelskonflikten voll arbeitsfähig bleibt, müssen wir über unsere Rohstoffe selbst verfügen können. Wie wichtig das ist, haben wir in der Corona-Zeit gesehen, als ganze Lieferketten zusammengebrochen sind. Hätten wir das sächsische Lithium mit einer landeseigenen Rohstoffgesellschaft gefördert, verarbeitet und vermarktet, wären Sachsen und Deutschland unabhängiger von der Politik anderer Staaten geblieben. So verscherbelt die sächsische Staatsregierung die sächsischen Rohstoffe an einen internationalen Konzern. Sobald die AfD in Regierungsverantwortung ist, werden wir alle Möglichkeiten nutzen, um den Ausverkauf heimischer Rohstoffe zu stoppen.“

